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In dem Komplex von Zeit-Konzepten, die aus der Kultur der australischen Aboriginies hervorgegangen sind, beschreibt nur eines (und das am wenigsten wichtige) das lineare Konzept von Zeit, das wir verwenden, um unser Leben und unsere Zeit zu verwalten. Eine viel grössere Bedeutung im täglichen Umgang hatte die phänomenologische Zeit; die Zeit, die nicht durch Uhren angegeben wird, sondern durch Phänomene im Leben von Pflanzen, Vögeln und dem Wetter. Ein lebendiges Beispiel dafür, ist eine alte Pitjatjantjara Frau, die das Aufblühen einer kleinen Wüstenpflanze bemerkt. Sie erzählte mir, das jetzt die Dingos in der Bergkette im Norden ihre Jungen aufziehen und dass es Zeit für ihre Gruppe sei, in die Hügel zu ziehen, um die Welpen zu suchen. Tausende solcher Beziehungen und Verbindungen sind unter Menschen, die in Stämmen leben, bekannt. Einige solcher Signale können 100 oder 500 Jahre lang nicht vorkommen (wie das Blühen eines Bambus), aber wenn es vorkommt, werden besondere Tätigkeiten und Zeremonien durchgeführt, und Verbindungen zu vernetzten Phänomenen hergestellt und erkannt. Somit ist man in einer Stammes-Gesellschaft nicht durch das Alter und die Jahre, die man gelebt hat weise, sondern durch den Grad an Offenbarungen, die man erlebt hat. Diejenigen, die fortgeschrittenes Wissen verstehen und verkörpern sind diejenigen mit der grössten Intuition und haben somit ein Anrecht auf besondere Verehrung. Solches Wissen basiert beinah ausnahmslos auf dem Verständnis von Mustern und ist unabhängig von Geschlecht und auch von Alter, so dass jemand ‘alt’ ist durch den Grad des ihm Offenbarten und nicht durch die Zeit, die er oder sie gelebt hat.
Auszug aus ‘Permaculture, A Designer’s Manual’ by Bill Mollison, Tagari Publications, 1988
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